Vortrag: Technische Dokumentation und Produkthaftung

Technische Dokumentation und Produkthaftung

Wie kurzweilig man über Betriebsanleitungen und Produkthaftung referieren kann, erlebten am 28. April über 60 Seminarteilnehmer, meist aus Maschinenbauunternehmen, bei der ep Technische Dokumentation, Ulm. Nach der Begrüßung durch Geschäftsführer Werner Aigeldinger folgten sie zunächst den Ausführungen von Geschäftsführerin Claudia Ströbele, danach einem Vortrag von Rechtsanwalt Klaus Dannecker.

Betriebsanleitungen kennen wir alle: in vielen Sprachen und mit Hinweisen, die uns teils selbstverständlich erscheinen. Doch, so die Referenten, beschrieben werden muss nicht nur der ordnungsgemäße Gebrauch, sondern auch jede vernünftige Fehlanwendung – in der Amtssprache aller Staaten, in der das Gerät in Verkehr kommt. „Zentrale potenzielle Gefahren müssen überdies per Warnschild an der Maschine erkennbar sein“, so Klaus Dannecker.

All das trägt zur Sorgfaltspflicht des Herstellers bei, die Konstruktion, Fabrikation, Instruktion und Produktbeobachtung umfasst. Und die schon vorher greift: „Bereits vor der Konstruktion ist laut Gesetz die Risikobeurteilung fertigzustellen“, führte Claudia Ströbele aus. Wer das nicht realisiert, verletzt bereits die erste Anforderung in Sachen Sorgfaltspflicht: die Pflicht, den gefahrlosen Gebrauch einer Maschine in der Konstruktion zu verankern.

Nur drei Stunden benötigten die Referenten, um einen plastischen Bogen von den Grundlagen – unter anderem der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG – bis hin zu spezifischen Haftungsbeispielen zu spannen. Der Wiederholungstermin ist ausgebucht; bei Interesse bietet die ep Technische Dokumentation einen weiteren Zusatztermin. Meldungen an: info@ep-doku.de.